Gurus & Granth Sahib

GURUDWARA SAHIB DÄNIKEN

 

SWITZERLAND

 

GURUS : ( VON 1469 - BIS 1708 ) // MEISTER - LEHRER

1. Guru Nanak Dev ji (1469 - 1539) Der erste Guru reiste zu religiösen Zentren wie Rom, Tibet, Mekka und Sri Lanka. Dort verbreitete er seine Lehre von Einem Schöpfer, Gleichheit, Freiheit fern von Sklaverei und Unterdrückung.Brachte Menschen aus verschiedenen Religionen zusammen , zeigte ihnen, wie sie zusammenleben und gemeinsam den Weg zu Gott machen konnten.

 

Gründer des Sikhismus basierend auf:

Gleichstellung: Alle Menschen sind gleich. Es gibt niemanden, der wegen der Geburt, wegen des Geschlechts, einer Position oder wegen seines Reichtums besser oder schlechter ist. Er verstand sich als Reformer einer seiner Meinung nach «sinnentleerten, ritualisierten «Hindu-Tradition» und eines «erstarrten Islams», nicht aber als Gründer einer neuen Religion. Nanak sah seine Aufgabe darin, eine Synthese von hinduistischer Frömmigkeitspraxis und muslimischem Eingottglauben zu schaffen: «Gott ist weder Hindu noch Muslim, es gibt nur Geschöpfe Gottes und der Weg, dem ich folge, ist Gott». Er lehnte sowohl Kastenwesen als auch asketische Weltentsagung ab, vertrat jedoch die Wiedergeburt und einen bildlosen Monotheismus. Das religiöse Ziel eines Sikhs ist die Befreiung aus dem Geburtskreislauf durch die Vereinigung der Seele mit Gott.

 

2. Guru Angad Dev Ji (1504 – 1552) : verbreitete die Lehre von Guru Nanak.

3. Guru Amardas Ji (1479 – 1574) : Machte den «Langar » die öffentliche Küche , zur Institution für die Sikhs.

4. Guru Ramdas Ji (1534 - 1581) : gründete die Stadt Amritsar.

5. Guru Arjan Dev Ji (1563 - 1606) : Er folgt weiterhin dem Weg von Guru Nanak :

Gleichstellung in der Praxis: «Gott ist weder Hindu noch Muslim, es gibt nur Geschöpfe Gottes und der Weg dem ich folge ist Gott» als auch in der Praxis. Er errichtete den Tempel in Amritsar,- ,-So hat der Hari Mandir, das höchste Heiligtum in Amritsar (eher bekannt unter dem Namen "Goldener Tempel") vier Eingänge um Menschen aus allen vier Himmelsrichtungen (= alle Menschen) willkommen zu heissen.

Obwohl er politisch verfolgt und schliesslich von Islamischen Machthabern getötet wurde, respektierte er Heilige aller Traditionen.

6. Guru Hargobind Ji (1595 – 1644) :

Nahm zwei Schwerter, Miri und Piri, als Symbole für die spirituelle und die politische Autorität. Er unterhielt eine Verteidigungsarmee, die gegen die Islamischen Machthaber kämpfte. Trotzdem baute er eine Moschee für arme Muslime die in seiner Stadt lebten.

7. Guru Har Rai Ji (1630 - 1661) : entwickelte die militärische Kraft der Sikhs weiter.

8. Guru Harkrishan Ji (1656 – 1664) : heilte während einer Windpocken Epidemie die Kranken und stellte finanzielle Hilfe dafür zur Verfugung.

9. Guru Tegh Bahadur Ji (1621 - 1675) : Er wollte den Hinduismus Schutze:

Der neunte Guru wurde von den Hindus gebeten sie vor der Islamischen Unterdrückung zu schützen. Er verteidigte die Freiheit der Religion und rettete den Hinduismus. Er war Sohn des sechsten Gurus Har Gobind. Am 16. April 1664 übernahm er das Guru-Amt. Da zu seiner Amtszeit viele Muslime und Hindus zum Sikhismus konvertierten, stand der Mogul-Kaiser Aurangzeb. der Entwicklung der Sikhs kritisch gegenüber und liess Tegh Bahadur letztlich im Jahre 1675 in Delhi hinrichten. Sein Kopf wurde seinem Sohn Gobind Ray Ji (Guru Gobind Singh) überbracht, der damals neun Jahre alt war.

10. Guru Gobind Singh Ji (1666 - 1708) : Gemartert für das Recht der Religionsfreiheit

Guru Gobind war der Zehnte Guru(1666-1708), er gilt als Glaubensgründer des Khalsa.

Er führte Amrit ( Nektarwasser ) die Taufzeremonie ein und begründete Khalsa, die Bruderschaft der Sikh Nation.

Amrit ( Nektarwasser ) Taufzeremonie und

Khalsa Bruderschaft begründete die Sikh Nation

Religion oder Nation : Durch die zehn Gurus wandelte sich der Sikhismus allmählich von einer Reformbewegung zu einer eigenständigen Religion. Der zehnte und letzte Guru, Gobind Singh, führte am Erntedankfest Vaisakhi 1699 erstmals eine Taufzeremonie durch und initiierte damit die Khalsa - Bruderschaft (Gemeinschaft) mit einer eigenen Identität, eine verbindliche Gemeinschaft mit festen Regeln. Religion der Reinen genannt. Ein Sikh ist heilig und Soldat. Bei den Sikhs sind Religion und Nation untrennbar miteinander verbunden. Diese Verbindung steht allerdings in einer permanenten Spannung.

Ein wichtiges Ziel ist: Menschen vor Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu schützen, unabhängig von der Hautfarbe, Kaste oder Religion. Guru Gobindh Singh hinterliess seinen Anhängern die Gebote, die "fünf „K", die bis heute Grundlage des Glaubens des "Khalsa", der Reinen, wie die Sikhs sich selber nennen, gelten.

 

Der Guru und Gott:

Die Sikh-Gurus selbst sagten, dass sie nicht angebetet werden wollen. Niemand sollte verehrt werden, ausser Gott.

Guru Gobind Singh ji sagte es sogar in harten Worten:

 

Betrachten Sie mich als einen demütigen Diener Gottes und habe keine Zweifel.

"Er wollte ganz klar, dass er nicht Gott ist und sollte nicht angebetet werden. Man sollte nur den einen allmächtigen Herrn verehren".

 

Guru Gobind Singh vollendete das erste heilige Buch, Adi Granth, er benannte es um in Guru Granth Sahib und erklärte damit sich selbst zum letzten menschlichen Guru und das heilige Buch als Quelle des Spirituellen zum Guru.

Die Sikh-Gurus selbst sagten, dass sie nicht angebetet werden. Sie äusserten sich sehr eindeutig niemand sollte verehrt werden ausser Gott. Guru Gobind Singh Ji sagte es sogar in harten Worten:

 

GURU GRANTH SAHIB / GGS:

Das zentrale Haupt thema im Siri Guru Granth Sahib ist die Vereinigung mit NAAM, der Existenz und Realität Gottes durch Naam Meditation und die Überwindung der Maya (Illusion). Der Siri Guru Granth Sahib schenkt wahres Wissen über Gott und seine Schöpfungs-mechanismen. Der Siri Guru Granth Sahib gibt praktische Hilfe und Führung für seine Sikhs. Er inspiriert Menschen aller Herkunft, ein auf Gott ausgerichtetes, moralisch-ethisches und rechtschaffenes Leben im Willen Gottes zu führen.

Die heiligen Schriften: „Granth Sahib“ Der 11. Guru ist eine Schrift die Guru Granth Sahib genannt wird. Sie wurde von den Gurus selbst zusammengestellt und gesegnet und 1708 zum Guru ernannt. Er beinhaltet göttliche Weisheiten von Heiligen aus verschiedenen Religionen. Er wird als Wahrheit gesehen, die direkt von Gott kommt. Der Guru Granth Sahib ist Poesie, aufgeteilt in musikalische Kapitel. Das Singen dieser Göttlichen Worte erweckt unsere Seele. Das Buch wird unter einen Baldachin auf Kissen gelegt und in der Nacht in seidene Tücher eingewickelt und zur Ruhe gebettet.

 

Ungewöhnlich und überraschend ist an diesem Buch, dass es nicht nur die Lehren der Sikh-Gurus, sondern auch solche von muslimischen und hinduistischen Heiligen enthält.

Zahlreiche Religionen besitzen heilige Bücher. Im Gegensatz zu anderen Religionen handelt es sich jedoch beim GGS nicht nur um ein heiliges Buch, sondern auch um einen spirituellen Meister. Sikh treffen sich in Gurudwaras zum Gottesdienst, der vor allem aus Lesungen aus dem Guru Granth Sahib und dem Kirtan (religiösen Gesängen) besteht.

Zusammengestellt wurden sie von den Sikh-Gurus selbst, fokussiert auf alle religiösen Aktivitäten der Sikhs handelt es sich um die Spiritualität der Schrift. Die Eröffnung der Schrift erzählt uns von Gott. Zu besonderen Anlässen wird das Buch (Guru Granth Sahib)ohne Unterbrechung in seiner vollständigen Ausgabe vorgelesen, was zwei Tage und zwei Nächte dauert.

 

Glaubensbekenntnis

Die Sikhs glauben an den einen höchsten Gott, der weder männlich noch weiblich ist. Der Guru Granth Sahib, das Heilige Buch, beginnt mit dem „Mul Mantar“, d. h. „Wurzel-Mantra.“

ਸਤਿ ਨਾਮੁ ਕਰਤਾ ਪੁਰਖੁ ਨਿਰਭਉ ਨਿਰਵੈਰੁ ਅਕਾਲ ਮੂਰਤਿ ਅਜੂਨੀ ਸੈਭੰ ਗੁਰ ਪ੍ਰਸਾਦਿ

EK ONKAR ( GOTT IST EINS )

"Ein Gott“, Er ist die höchste Wahrheit‘‘.

Der wichtigste Aspekt den ein Sikh verstehen muss ist, dass es nur einen unendlichen Gott gibt. Wir alle sind eins, erschaffen von dem einen Erschaffer aller Lebewesen. Er verkündete dies zu einem Zeitpunkt als Indien gedrohte wurde auseinander gerissen zu werden durch Kastensystem, Fanatismus und Sekten. Er brachte zum Ausdruck, dass es nur einen Gott gibt, aber mehrere Wege zu Gott zu gelangen und dass sein Name das einzig Wahre ist: Satnam Waheguru.

Er ist unbeschreiblich, unschätzbar, unbezweifelbar, unfehlbar, immateriell, unvergänglich, unveränderlich, unsterblich, makellos, immanent, unbesiegbar, einzigartig, formlos, furchtlos, ohne hass, unsterblich, zeitlos, alterslos, mitfühlend, allgegenwärtig und Schöpfer aller Dinge.

Naam oder Shabad :

Im Siri Guru Granth Sahib wird die Wichtigkeit betont, sich die Eigenschaften und Qualitäten des Schöpfers stets zu vergegenwärtigen und diese schrittweise in sich zu entwickeln, um ein tugendhaftes und auf Gott ausgerichtetes Leben zu führen.

Die Sikh Gurus lehrten Grundlagen und Methoden, wie die individuelle Seele sich mit Gott, Akaal Purakh/Waheguru verbinden und vereinigen kann.

Laut dem „Sikhismus“ bedeutet „Naam“ oder „Shabad“, die durch sich selbst wirkende Kraft, die alles erschaffende und alles durchdringende Gotteskraft. Im christlichen Glauben bezeichnet man es als „das heilige Wort“ (Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh;1,1). Im Hinduismus wird es als „Nad“ oder „Akash Bani“ (eine Stimme, die vom Himmel herunterkommt) bezeichnet. Unter den muslimischen Sufis ist es als „Sultan-ul-azkar“ (König des Gebets) bekannt.